Bundesverband Medizintechnologie e.V.
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16. April 2009
Chirurgenkongress in München: „Gute Zusammenarbeit zwischen Industrie und Chirurgen braucht klare Regeln"
Berlin. Für klare und transparente Regeln bei der Zusammenarbeit von Ärzten und Industrie hat der BVMed-Vorstandsvorsitzende Dr. Meinrad Lugan in seinem Grußwort zum Chirurgenkongress in München (28. April bis 1. Mai 2009) geworben. Die enge und vertrauensvolle Kooperation der MedTech-Unternehmen mit den Anwendern, beispielsweise den Chirurgen, sei ein notwendiger und politisch erwünschter Treiber des medizintechnischen Fortschritts. Dr. Lugan verwies in diesem Zusammenhang auf die BVMed-Initiative „MedTech Kompass, die zum Ziel habe, der Zusammenarbeit im Gesundheitsmarkt eine sichere Grundlage zu geben.
„Kooperationen sind der Motor von Innovationen und entscheidend für die Neuentwicklung von neuen Therapien und Produkten. Insbesondere die MedTech-Branche ist auf eine gute Zusammenarbeit angewiesen. Denn über 50 Prozent der Innovationen sind von medizinischem Personal initiiert oder entwickelt. Für eine gute und transparente Zusammenarbeit von Krankenhäusern, Ärzten und Indus¬trie brauchen wir aber klare Regeln. Indem wir die bestehenden Unsicherheiten beseitigen, können wir den medizinischen Fortschritt weiter befördern", so der BVMed.
Gemeinsam mit den Krankenhäusern, der Ärzteschaft und den Krankenkassen engagieren sich der BVMed und seine Mitgliedsunternehmen seit vielen Jahren intensiv dafür, der Kooperation im Gesundheitsmarkt eine sichere und transparente Grundlage zu geben. Gemeinsam wurden der „Kodex Medizinprodukte", der „Gemeinsame Standpunkt" und Mustervertragselemente zur Zusammenarbeit entwickelt. Die Informationskampagne „MedTech Kompass" baut darauf auf und bietet Orientierung für eine gute Zusammenarbeit.
Der BVMed setzt sich vor allem für die Etablierung fester Ansprechpartner in Kliniken und Unternehmen und damit für die Entstehung eines neuen Netzwerkes für Healthcare Compliance mit optimierten Kommunikationswegen ein. Der Kompass informiert über etablierte Handlungsempfehlungen zur Zusammenarbeit im Gesundheitsmarkt. Leistungen müssen durch verständliche Dokumentation transparent gemacht werden. Die strikte Trennung von Zuwendung und Umsatzgeschäft steuert der Korruption entgegen. Leistung und Gegenleistung müssen in einem angemessenen Verhältnis stehen.
Für die qualitativ hochwertige Versorgung der Patienten sei es nach Ansicht des BVMed-Vorsitzenden ebenso bedeutsam, dass medizintechnische Innovationen ohne Verzögerungen zum Patienten gelangen. Meist seien die Wege zum Marktdurchbruch jedoch verstrickt und viel zu lang. So bedürfe es nicht nur einer Partnerschaft zwischen Krankenhäusern, Ärzten, Krankenkassen und Unternehmen, sondern auch der Unterstützung durch die Politik.
Der 126. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, der vom 28. April bis zum 1. Mai 2009 in München stattfindet, steht unter dem Leitthema „Humanität durch Technik." Der Chirurgenkongress stellt Innovationen vor und zeigt Wege auf, wie Innovationen zum Wohle der Patienten eingesetzt werden können. Ausführliche Informationen zum Kongress gibt es unter http://www.chirurgie2009.de/.